Kunstbetrachtung: Wirklichkeitnähe und vergeistigte Schönheit im Werk von Sandro Botticelli
Vortrag Wolfgang Rudloff

„Eine Feier der Anmut“, so kennzeichnete Deutschlands führende Kunstzeitschrift „art“ die einzigartige Werkschau des Frankfurter Städel, die im Februar zu Ende ging. Die Werkschau kam wegen des 500. Todestages von Sandro Botticelli zustande, der im wohlhabenden Stadtstaat Florenz 65 Jahre lebte und berühmte Werke wie „Die Geburt der Venus“, „Der Frühling“, „Urteil des Paris“, „Rückkehr der Judith“ und eine große Anzahl meisterhafter Porträts schuf. In Frankfurt waren einige der schönsten Bilder des Künstlers zu sehen, die den Betrachter zwangsläufig fragen ließen, wie die so viel gepriesene Anmut und Pracht von einem Menschen geschaffen werden konnte, dessen Leben nicht allzu reich an äußeren Ereignissen und Umständen gewesen sein soll und der nach Vasari eher „ein Mann von grübelndem Verstande“ war. Der Vortrag möchte einige der brennenden Fragen zur Biografie und Werkdeutung aus heutiger Sicht klären.

Mittwoch 26.05. 19.00 Uhr
Galeriebühne

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