Pünktlich zum 30-jährigen Bühnenjubiläum präsentiert uns Wilfried Schmickler bei seinem zweiten Auftritt im Malzhaus sein viertes Soloprogramm. Und da werden alle vorgeführt, um sich ihre Ohrfeigen abzuholen: die schwarz/gelben Koalitionäre und alle Dumpfbacken in Politik und Wirtschaft, die kranken Wunderheiler und gesunden Volksempfinder, die paranoiden Schießhunde-Halter und nimmersatten Heuschrecken-Züchter. Prügel, wem Prügel gehört. Schmickler macht politisches Kabarett wie es sein sollte: bitterböse und kompromisslos, unbequem und hochpolitisch, aber immer höchst unterhaltsam. Gnadenlos und ohne falsche Rücksichtnahme spricht er unbequeme gesellschaftliche Wahrheiten aus, und am Ende hält Schmickler, was er seit 30 Jahren verspricht: Eintritt muss sich wieder lohnen! Wilfried Schmickler ist ein brillanter Moralist und gehört zum deutschen Kabarett, wie sein Lieblingsverein Bayer Leverkusen zur Fußball-Bundesliga. Die Presse nennt ihn den “Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten. Wenn er auf der Bühne ausklingt, trifft er blitzschnell, gnadenlos, genau und seine Opfer sind immer Täter“. Für die Jury des Prix Pantheon war er einfach nur “Reif und Bekloppt“, was sie nicht hinderte, ihm diesen 2007 zu verleihen. Im gleichen Jahr war er auch reif für den Deutschen Kabarettpreis und als einer der Wenigen erhielt Schmickler 2001 und 2009 gleich zweimal den Deutschen Kleinkunstpreis. “Er weiß, dass er die Welt nicht verändern kann. Er weiß aber auch, dass er sie deswegen noch lange nicht hinnehmen muss,“ schrieb die Süddeutsche Zeitung 2007.
Donnerstag 14.10. 20.00 Uhr
Galeriebühne
|