Programmübersicht

  • Termin
    11.02.
    Tag, Zeit, Ort
    Mittwoch,
    Galerie

Europa Caricade

Ausstellung

Fast sieben Jahrzehnte nach Unterzeichnung der Römischen Verträge ist die Faszination der Europa-Idee, mit der deutsche und französische Jugendliche – lange vor Schengen – mit hoffnungsvollen Zukunftsträumen enthusiastisch Schlagbäume an der deutsch-französischen Grenze durchsägten, längst verblasst. Viel von der Europa-Begeisterung der 1950er- und 1960er-Jahre ist auf dem Altar nationaler Egoismen, des wiedererstarkten Rechtspopulis- mus, aber auch des Brüsseler Bürokratismus

geopfert worden. Die BENELUX-Staaten, die junge Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und Italien hatten 1951 bei der Gründung der Europäischen Gemeinschaft

für Kohle und Stahl (EGKS) vor allem ein gemeinsames Anliegen: Nie wieder Krieg in Europa ! Für die inzwischen 27 Mitglieder der Europäischen Union ging dieser Wunsch in Erfüllung. Doch vor der Tür der EU tobt heute ein brutaler Eroberungskrieg. Drohungen gegen die EU – auch atomare  – aus Moskau sind unüberhörbar und die

atlantische Brücke hat tiefe Risse bekommen. Gründerväter der EU wie Altiero Spinelli, Jean Monnet, Robert Schuman, Charles de Gaulle und Konrad Adenauer hätten angesichts der großen Herausforderungen für Europa wenig Verständnis für manches Gezerre im Klein-Klein des europäischen Alltags. Europa muss erwachsen werden

– jetzt!

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