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  • Termin
    16.12.
    Tag, Zeit, Ort
    Mittwoch, 18:30
    Galerie

Weihnachtsfeier: Der Vogtländische Moosmann

Vortrag Dr. Gabi Buchner

Um 1850 erfährt man aus Zeitungen und Überlieferungen, dass arme Kinder auf den Weihnachtsmärkten im Vogtland selbstgefertigte Moosmänner

anbieten. Die Moosmannfiguren waren um 1900 mit einem Puppenkopf ausgestattet. Sie trugen aber auch kleine Pyramiden, Schwibbögen und das Licht. Der Falkensteiner Lehrer und Heimatforscher Dr. Friedrich Barthel initiierte in der Falkensteiner Schnitzgruppe mit dem Leiter Louis Bley, dass der von ihnen gefertigte Moosmann Elemente aus der Sage in ihre Gestaltung aufnehmen sollte. Dazu gehörten die drei Kreuze, das zu Gold

verwandelte Laub und die Einbindung der Figuren in Waldzweige und Wurzelwerk. In diesem Vortrag werden vogtländische Sagen, Gedichte von

vogtländischen Mundartdichtern mit der Schnitzkunst der Volkskünstler verknüpft, die Moosweibel oder Moosmännlein herstellen. Es werden die

Volkskünstler mit ihren selbstgefertigten Arbeiten in Wort und Bild vorgestellt. Louis Bley, Bruno Paul, Roland Ehrlich, Ottmar Heckel, Klaus Gürgens und Klaus Schädlich sind nur einige, deren Arbeiten zu sehen sind. Die Mundartdichterin Ilse Jahreis, ihre Kollegen Otto Schüler oder Willy Rudert haben dem kleinen Waldgeist ein dichterisches Denkmal gesetzt.

Ein Männlein huscht im Wald herum,

alt wie der Lochstein, klein und krumm.

O sagt , wer kann das sein?

Sein Kleid ist grün, er trägt`s mit Stolz,

Es duftet so nach Harz und Holz,

O, sagt wer kann das sein?

Fällt`s keinem Menschen ein?

Der Moosmann ist’s, der Moosmann.

von Willy Rudert

Viele Sagen im Vogtland ranken sich um den Moosmann. Sie werden in verkürzter Fassung nachempfunden. Auf eine besinnliche Adventszeit freut sich ihre Gabriele Buchner.

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